Phase 2 der LEAD-Untersuchungen startet Anfang 2017

Noch ist nicht ganz klar, wann eine milde Lungeneinschränkung bereits als Krankheit anzusehen ist, da die Diagnose Krankheitssymptome beinhalten muss.

Daher ist es besonders wichtig, dass Phase 2 der longitudinalen Untersuchungen mit Anfang 2017 begonnen werden kann, um die Manifestationsrate von Krankheitssymptomen in der Gruppe der milden Lungenfunktionseinschränkungen zu beobachten und die Neuerkrankungsrate von bisher normalen und symptomlosen Probanden zu erheben. Phase 2 wird insbesondere helfen, Risikoprofile aus den gemessenen Einzelfaktoren zu definieren, die einen besonders schlechten Verlauf vorhersagen.

Alle Teilnehmer werden dabei neuerlich untersucht, um festzustellen, wie sich der Gesundheitszustand verändert hat. Diese Daten erlauben eine noch schärfere Unterscheidung zwischen Langzeitauswirkungen von Risikofaktoren auf die Krankheitsentwicklung im Vergleich zu Gesunden.

Prof. Otto C. Burghuber: „Wir sind sicher, dass die personalisierten Risikomerkmale bestimmter Krankheitsgruppen dazu führen werden, in Zukunft die Entwicklung von gesunden Lungen zu fördern – das bedeutet, dass die Inzidenz (Häufigkeit von Neuerkrankungen) von chronischen Krankheiten wie Asthma und COPD, die viele Kinder an ihrer gesundheitlichen aber auch beruflichen Entwicklung hindern, eingedämmt werden kann. Im Erwachsenenleben wird das, auch wenn die Krankheit nicht geheilt werden kann, durch die Früherkennung von Risikoprofilen zu einer besseren Behandlung, zu einer besseren Lebensqualität und längeren Erwerbstätigkeit beitragen.“